Essen zu fotografieren unterscheidet sich wesentlich davon das Essen zum speisen vorzubereiten und zu Stylen. Fotografie ist 2D und kann auch keine Sinne (wie Geruch oder Gesmack) in direkte Form anregen, anders wie beim realen Teller voller leckeren Essen. Das bedeutet auch, dass man dies versucht im Bild ersetzen um das gleiches Ergebnis für die Sinne zu erzeugen. Hier die Tipps wie es gelingen kann:

Textur macht ein Gericht greifbar. Achte darauf, die Lichtquelle so zu setzen, dass Oberflächenstruktur zur Geltung kommt: z. B. das Knuspern einer Brotkruste oder der Glanz einer Glasur.

Nutze Tageslicht von der Seite oder leicht von hinten, um Tiefe zu erzeugen. Fotografiere nah und verwende ggf. den Makromodus.

Achte darauf, dass nichts austrocknet – besprüh z. B. Salate vor dem Fotografieren leicht mit Wasser. Verwende verschiedene Materialien (Holz, Metall, Stoff) im Setting, um Kontraste zu erzeugen.

„Der Hunger kommt beim Essen […]; aber der Durst vergeht beim Trinken.“ Francois Rabelais

Weitere Tipps:

  • Für cremige Speisen (z. B. Suppen oder Pürees) hilft ein gezielter Löffelstrich oder ein Swirl, um Struktur sichtbar zu machen.
  • Gebäck mit Zuckerguss oder Glasur wirkt lebendiger, wenn man es ganz frisch und eventuell mit einem kleinen Glanzpunkt fotografiert.
  • Tiefenschärfe bewusst einsetzen: Der unscharfe Hintergrund lässt die Textur im Vordergrund besonders hervorstechen.

Zusammenfassung: Texturen verleihen einem Foto Tiefe, Sinnlichkeit und Authentizität. Licht, Nähe und gezieltes Styling sind entscheidend, um den Geschmack förmlich spürbar zu machen – mit der Kamera!

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